Übersicht Heizkörperthermostat: Jetzt wird’s heiß

Lieber Leser, Heizkörperthermostate sind in aller Munde, als populärstes, selbst zu installierendes Produkt des Smart Home. Die Kostenreduzierung ist wohl das beste Argument für schlaue Lösungen. Produkte gibt es viele. Doch worauf kommt es an bei der Heizungssteuerung? Was sollten Sie vor der Anschaffung wissen? Erfahren Sie in diesem Beitrag die wichtigsten Punkte.

Wie funktioniert das Heizkörperthermostat?

Bei manuell zu bedienenden Thermostaten dreht man auf und zu. 1 bis 5 Stufen sieht man da am Thermostatkopf. Doch was steckt eigentlich drin? Das Thermostat am Heizkörper vergleicht mithilfe eines mechanischen Temperaturfühlers die Raumtemperatur mit der angegeben Temperatur des Reglers (Stufen 1 bis 5). Wenn diese erreicht ist, dreht die Heizung ab. Das Thermostatventil regelt die Warmwasserzufuhr. Eine genaue Temperatur in Grad Celsius kann man bei solchen in die Jahre gekommen Heizkörperthermostaten (beispielsweise Danfoss, Vaillant oder Heimeier) nicht einstellen.

Elektronische Heizkörperthermostate funktionieren ähnlich. Auch sie vergleichen Raumtemperatur und gewünschte Temperatur, jedoch geschieht das über einen elektronischen Sensor. Dieser befindet sich entweder im Thermostatkopf oder an einem frei platzierbaren Raumsensor. Ein Motor regelt das Thermostatventil. Hier können also grad-genaue Einstellungen vorgenommen werden. Macht ja auch mehr Spaß, denn 22 Grad Celsius kennt man besser als eine 2,5 oder 3 am Regler. Effektiver wird es auch noch, denn die Temperatur kann nach Uhrzeit programmiert werden, wie es halt in Ihren Tagesrhythmus passt. Laut allgemeiner Herstellerangaben können durch passgenaue Einstellungen Heizkosteneinsparungen von bis zu 30 Prozent erreicht werden. Naja, Hersteller sind immer übereifrig. Viele Testquellen gehen allerdings von 10 % aus. Ist auch gut!

Welche Heizkörper-Thermostate gibt es?

Manuell bedienbare Heizkörperthermostate Thermostate kommen in verschiedenen Ausführungen. Die alt-bekannten mechanischen Heizkörperthermostate, die manuell und jedes Mal dem Wärmeempfinden angepasst werden müssen. Diese lassen wir hier außen vor, denn es geht uns bei Selbstbestimmtes Leben ja um die Erhöhung des Komforts und die Reduzierung von Barrieren. Die Kostenreduzierung, die elektronische Thermostate ermöglichen, ist auch nicht außer Acht zu lassen. Eine Temperaturabsenkung von nur einem Grad kann eine Reduktion von 6 bis 8 Prozent bewirken! Wenn die Raumtemperatur um 4 Grad gesenkt wird, kann man sogar bis zu 10 Prozent an Heizkosten einsparen. Die Abstimmung solch feiner Nuancen bedarf allerdings elektronischer Thermostate.
Elektronische, programmierbare Heizkörperthermostate Hier kommen Sie in den Genuß genauerer Einstellungen und Individualisierung für jeden Heizkörper bzw. Raum. Es können Temperaturen vorausschauend programmiert werden und demnach Heizkosten gespart werden. Die Thermostate funktionieren ohne Funkverbindung und sind somit nicht untereinander verbunden. Sie wollen das Heizungsthermostat wechseln? Kein Problem, denn der Einbau ist denkbar einfach. Am besten tun Sie dies im Sommer, wo die Heizung abgeschaltet ist. Dies ist aber nicht zwingend notwendig, denn die alten Heizkörperventile werden einfach abgeschraubt und die Neuen kommen drauf. Elektronische Heizkörper-Thermostate sind batteriebetrieben, da die Batterie den Motor und das Display und den Mini-Computer versorgt.
Funk-Heizkörperthermostate Heizkörperthermostate per Funk sind entweder über WLAN, Infrarot oder Bluetooth miteinander verbunden und können von einer zentralen Station aus gesteuert werden. Dies ermöglicht ein komfortables Einstellen der jeweiligen Raumtemperatur vom Smartphone oder Tablet oder PC. Das ist ein Unterschied. Der zweite ist die mögliche “Fernsteuerung” eines Heizkörperthermostats, wenn Sie von der Arbeit aus in einer Stunde den Raum eben mal vorheizen wollen. Auch hier ist der Einbau ein Kinderspiel und erfolgt wie oben bei programmierbaren Thermostaten beschrieben.

Welche Funktionen haben programmierbare Heizkörperthermostate?

Elektronische, programmierbare Heizkörperthermostate (ohne Funk)

Die meisten elektronischen, programmierbaren Heizkörperthermostate registrieren einen starken Temperaturabfall – bei offenem Fenster beispielsweise – und reagieren dementsprechend mit einem Herunterfahren der Heizung. Im Gegensatz zu mechanischen, die die Heizleistung in dieser Situation steigern, um die Temperatur auszugleichen. Solche sinnlosen Kosten können Sie sich sparen. Dennoch sei gesagt, dass die Temperatur auch manuell eingestellt werden kann.

Einige programmierbare Heizkörperthermostate verfügen auch über ein Kalkschutzprogramm, das eine Verkalkung der Ventile verhindert. Lesen Sie mehr dazu in unseren Favoriten programmierbarer Heizkörperthermostate für unter 50 Euro. Andere bekannte Hersteller oder Vertreiber dieser Thermostatventile, die wir in diesem Beitrag nicht erwähnt haben, sind zum Beispiel ELV, EQ-3, Conrad, Heimeier, Danfoss und Honeywell.

Programmierbare Thermostate mit Funk

Diese Variante bietet noch mehr Komfort und Raum zur Individualisierung. Auch ist eine noch passgenauere Einstellung der Raumtemperatur möglich, denn bei entsprechenden Modellen können Temperatursensoren beliebig im Raum positioniert werden. In Fensternähe gibt es oft Zugluft, was zu einer Verfälschung der Temperaturmessung führen kann. Wie schon erwähnt kann 1 Grad viele Kosten einsparen. Dies ist ein entscheidender Vorteil gegenüber manuellen Heizkörperthermostaten und Heizkörper-Thermostaten ohne Funk. Ein weiterer Pluspunkt für die technikaffinen unter Ihnen ist die Bedienung über ein Tablet, PC oder Smartphone. Dafür brauchen Sie einen Funk-USB-Programmierstick, um Daten zu übertragen, sowie ein bestimmtes Herstellerprogramm. Diese Geräte können auch sehr smart sein! Mehr dazu im nächsten Absatz.
Das WLAN Heizkörperthermostat ist das gängigste Modell.

Heizkörperthermostate für das Smart Home

Für Smartphone-Enthusiasten, Smart Home-Begeisterte und Fans der Individualisierung bieten neue Produkte, die mitlernen noch mehr Komfort und auch Sparpotential. Eine bekannte Marke, die sich im Bereich Smart Home und Heizungssteuerung etabliert hat, ist “Nest”. Aber auch RWE (mit RWE SmartHome) will mithalten und ihr Heim schlauer machen.

Der Clou ist ein lernfähiges Programm, welches Ihre Bedürfnisse erst kennenlernt und dann automatisch umsetzt. Dazu müssen Sie Nest für eine Woche manuell bedienen und Nest regelt dann den Rest. (-; Ein eingebauter Bewegungsmelder fährt die Heizung herunter, wenn er nach 2 Stunden keine Bewegung in der Wohnung registriert. Bei neuen Tagesabläufen lernt Nest natürlich mit. Mit 250 – 300 Euro sind Sie dabei.

Fazit: Unsere Wertung für ein selbstbestimmtes Leben

Programmierbar sollten sie sein! Denn das ist komfortabel, bietet Sicherheit und spart Kosten. À propos Kosten: beim Umweltministerium können Sie mittels ThermostatCheck herausfinden, ob sich der Austausch ihrer Thermostate oder die Anschaffung programmierbarer Heizkörperthermostate für Sie lohnen würde.

Wir von Selbstbestimmtes Leben befinden im Kontext Ambient Assisted Living Heizkörperthermostate mit Funk als ideal. Aber auf den Kontext kommt es an:

  • Nehmen wir zum Beispiel die Crème de la Crème “Nest”: dies ist ein Produkt, das wahrlich in die Umgebung eingebettet ist und unscheinbar schlau agiert. Wenn Sie allerdings für Ihre vergessliche Oma sorgen, kann ihr eventuell die Bedienung von “Nest” nicht zugemutet werden. Sie müssten also für eine Woche selbst “Hand anlegen”, damit Nest lernt.
  • Wenn Sie es noch einfacher mögen, aber trotzdem die Kontrolle behalten wollen, dann machen funkverbundene, elektronische Heizkörperthermostate Sinn.
  • Wenn Sie nicht so tief in die Tasche greifen möchten, schauen Sie sich doch unseren Vergleich der Heizkörperthermostate für unter 50 Euro an.
  • Wenn Sie sich überhaupt nicht sicher sind, lesen Sie doch einfach in unseren allgemeinen Bewertungskriterien für AAL-Produkte nach.

Wir hoffen, dass wir Sie aufklären konnten. Hinterlassen Sie doch einen Kommentar!